Das EPFL-Verfahren SPIFFI rekonstruiert mit vier Polarisationskanälen ein schärferes Bild aus einer einzigen Belichtung. Die begutachtete Studie erschien am 31. August 2026 in Nature Methods; der heutige Hochschulbericht beschreibt dasselbe Ergebnis.

In Kalibriermessungen lösten die Autoren Strukturen von etwa 160–170 Nanometern auf. Sie zeigten zudem die Beobachtung von Mitochondrien und Mikrotubuli in lebenden Zellen. Rund 80 Nanometer wurden erst durch weitere Verarbeitung vieler Aufnahmen erreicht.

Ein möglicher Nutzen ist die Beobachtung kurzer Zellereignisse, die lange Bildserien verwischen können. In der Alternsforschung könnten genauere Beobachtungen neue Fragen zu Veränderungen von Organellen ermöglichen; die Studie belegt weder eine Therapie noch Verjüngung.

Andere Labore müssen die Übertragbarkeit auf ihre Proben prüfen. Fluoreszenzmarkierungen, Signalstärke, Kalibrierung und die Wirkung der Beleuchtung auf die Zellen bleiben entscheidend.

Optimistische redaktionelle Schätzung: Spezialisierte Labore könnten das Verfahren innerhalb von 6–18 Monaten erproben. Für eine breit verfügbare, einfache kommerzielle Anlage gibt es noch keinen belegbaren Termin.