Forscher behandelten gesunde weibliche Mäuse ab einem Alter von 20 Monaten, also spät in ihrem Leben, mit Semaglutid. Das mediane Überleben betrug 834 statt 742 Tage in der Kontrollgruppe, rund 12 % mehr.
Behandelte Tiere schnitten bei Koordination, Muskelfunktion, Glukoseverarbeitung und einigen Gedächtnistests besser ab. In Geweben waren zudem altersbezogene Veränderungen wie Entzündung und sinkende Regenerationsfähigkeit abgeschwächt.
Semaglutid verringerte die Nahrungsaufnahme um etwa 24 %. Eine unbehandelte Gruppe mit gleicher Kalorienbeschränkung erreichte eine ähnliche Lebensverlängerung, sodass ein großer Teil durch weniger Energie erklärbar ist. Bei räumlichem Gedächtnis und Glukosekontrolle war Semaglutid dennoch besser; der zusätzliche Mechanismus ist unbekannt.
Falls unabhängige Studien Wirkungen jenseits von Gewicht und Stoffwechsel bestätigen, könnte dies Studien zur Vorbeugung von Gebrechlichkeit oder mehreren Alterskrankheiten leiten. Es rechtfertigt keine Anwendung außerhalb zugelassener Indikationen und beweist keine Lebensverlängerung beim Menschen.
Nötig sind Wiederholungen bei Männchen, weiteren Stämmen und Dosen, langfristige Sicherheitsdaten und randomisierte Humanstudien mit vorab festgelegten klinischen Endpunkten. Optimistisch könnten in 3–6 Jahren bessere Daten zum funktionellen Altern vorliegen; ein Nachweis für gesunde Lebensspanne oder Überleben dürfte 8–15 Jahre oder länger benötigen.

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