OpenAI veröffentlichte GPT-6.1 Sol am 29. September. Das Modell ist tatsächlich in ChatGPT Work, Codex und über die API verfügbar; der gewöhnliche Chat gehört bislang nicht dazu. Das Unternehmen sieht es als leistungsfähigere Fortsetzung von GPT-6 Sol, besonders für Code, komplexe Dokumente und Agenten mit mehreren aufeinanderfolgenden Schritten.
In OpenAIs eigenen Tests nähert es sich bei ausgewählten Aufgaben dem teureren Astra-Modell. Die API kostet laut Unternehmen zwei Dollar je Million Eingabe- und zehn Dollar je Million Ausgabetoken. Der Vergleich mit einem Fünftel des Preises bezieht sich auf die regulären Tokenpreise gegenüber Astra, nicht zwangsläufig auf jede erledigte Aufgabe. Bei schwierigen Fragen, zu denen Nutzer zuvor einen Sachfehler gemeldet hatten, sank bei geringer Denktiefe der Anteil fehlerhafter Antworten von 11,4 auf 7,7 Prozent. Diese Auswahl bildet den Alltag nicht ab und erlaubt keine allgemeine Leistungszusage.
Bestätigt sich die Verbesserung bei unabhängiger Nutzung, könnten Dokumentenprüfung, kleinere Softwarekorrekturen oder Assistenten mit mehreren Werkzeugen günstiger werden. Dafür zählen jedoch nicht nur Benchmarkwerte, sondern die Gesamtkosten je Aufgabe, der menschliche Korrekturaufwand und die Fähigkeit, vor nicht genehmigten Aktionen anzuhalten.
Da die API bereits verfügbar ist, ließen sich begrenzte Pilotversuche optimistisch innerhalb einiger Wochen bis drei Monaten bewerten. Für eine breite Einführung sind Tests mit eigenen Daten, Berechtigungen für einzelne Schritte, Nachvollziehbarkeit und Schutz sensibler Informationen nötig; ein belastbarer Termin fehlt. Der Zeitraum ist eine redaktionelle Schätzung, keine Zusage von OpenAI. Das Bild ist ein abstraktes Rechenmotiv und kein Produktscreenshot.
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