Google stellte Gemini 3.8 Flash am 2. September als dritte Flash-Version innerhalb von sechs Wochen vor. Das allgemeine Modell ist über Gemini API, AI Studio, ausgewählte Unternehmensdienste und die Verbrauchertarife Pro und Ultra verfügbar. Der Einführungspreis beträgt 0,75 US-Dollar je Million Eingabetoken und 3,75 US-Dollar je Million Ausgabetoken; ab 1. Januar 2027 sollen sich beide Sätze verdoppeln.
Google richtet das Modell auf lange Programmier- und Agentenaufgaben aus. Das Unternehmen meldet 54,9 Prozent bei HLE‑Verified und ein starkes Ergebnis bei DeepSWE v1.1. Es weist zugleich darauf hin, dass das Modell bei höherem Aufwand mehr Denkschritte und Werkzeugaufrufe ausführt und daher mehr Token verbrauchen kann. Ars Technica merkte in einer unabhängigen Übersicht an, dass manche Verbesserungen gering ausfallen und die Computersteuerung einigen Konkurrenten weiter hinterherhinkt.
Gemini 3.8 Flash Cyber nutzt dieselbe Grundlage, ist aber für Schwachstellensuche und Fehlerbehebung abgestimmt. Google nennt 47,2 Prozent im externen CWE‑Bench gegenüber 47,8 Prozent beim führenden Modell. In einem eigenen Test über zwanzig Programmiersprachen sollen es mehr als 70 Prozent sein; das Chrome-Team habe 2,6-mal so viele korrekte Patches erzeugt wie mit den besten größeren kommerziellen Modellen. Die letzten beiden Werte sind interne oder partnereigene Messungen.
Die Cyber-Variante ist kein öffentliches Angriffswerkzeug. Google bietet sie über das geprüfte Fairwind-Programm Behörden, Betreibern kritischer Infrastruktur und Softwareverantwortlichen an, weil ihre Cyber-Schutzregeln freizügiger als beim normalen Flash sind. Praktisch könnte sie Fehler schneller sortieren und Patches vorschlagen; jede Korrektur braucht dennoch reproduzierbare Tests, menschliche Prüfung und eine kontrollierte Einführung.

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