d&b audiotechnik stellte am 22. September System Auralization für ArrayCalc vor. Eigene Aufnahmen lassen sich durch ein binaurales Modell der geplanten Anlage abspielen. Dabei kann man sich virtuell zwischen Hörpositionen bewegen. Binaural bedeutet getrennte räumliche Hinweise für beide Ohren; die Vorschau wird über Kopfhörer gehört.
Ziel ist der Vergleich verschiedener Konfigurationen vor dem Aufbau. Laut Hersteller wirken sich Änderungen an Lautsprecherpositionen, Line-Array-Geometrie und Verstärkerfiltern in Echtzeit auf die Vorschau aus. Gespeicherte Varianten können mit derselben Aufnahme verglichen werden.
Die wichtige Grenze ist der Direktschall. Die Vorschau belegt nicht, wie ein realer Saal mit Reflexionen, Nachhall, Publikum und tatsächlicher Installation klingt. Eine verfügbare Beta und ihre Funktionsbeschreibung sind keine unabhängige Prüfung der Simulationsgenauigkeit.
Redaktioneller Ausblick: Die Anwendung könnte Entwurfsvergleiche und Gespräche mit Veranstaltern erleichtern. Messungen und Hörkontrollen vor Ort bleiben bei der Inbetriebnahme erforderlich. Ein sinnvoller Praxistest wäre der Vergleich relativer Unterschiede zwischen simulierten Varianten mit denen im realen Raum.
Eröffnen Sie die Diskussion mit dem ersten Kommentar.