Anthropic brachte am 1. September Claude Fable 5.1 für allgemeine Kunden und Claude Mythos 5.1 für geprüfte Organisationen in Cybersicherheit und Biowissenschaften heraus. Nach Angaben des Unternehmens steckt dasselbe Grundmodell dahinter; Unterschiede bei einigen Aufgaben entstehen vor allem durch strengere Schutzmaßnahmen der öffentlichen Variante. Fable darf bei der Suche nach Schwachstellen helfen, aber keine Exploits entwickeln, während Mythos nur in einem Zugangsprogramm verfügbar ist.
Der Grundpreis von Fable 5.1 bleibt bei 10 US-Dollar je Million Eingabetoken und 50 US-Dollar je Million Ausgabetoken. Anthropic senkte jedoch den Preis für das Lesen bereits zwischengespeicherten Kontexts. Auf Basis von vier Wochen eigener Nutzung schätzt das Unternehmen rund 25 Prozent Ersparnis bei typischen Lasten und bis zu etwa 45 Prozent bei kontextreichen Agentenaufgaben. Das hängt vom Cache-Anteil ab und ist keine allgemeine Preissenkung für alle Token.
In Anthropics Prüfungen erreichte Fable 5.1 bei Terminal‑Bench Science 0.1 52,6 Prozent und bei Terminal‑Bench 4.0 55,8 Prozent; Mythos kam beim zweiten Test auf 60,9 Prozent. Die Tests liefen mit Produktionsschutz, teils unter angepassten Bedingungen, weshalb Firmenvergleiche vorsichtig zu lesen sind. Anthropic meldet außerdem 60 Prozent weniger fälschliche Sicherheitsblockaden bei Cyberaufgaben.
Anthropic veröffentlichte zudem Experimente, in denen Mythos Proteinbinder entwarf und Rechenkerne optimierte. Eine Trefferquote von fast 50 Prozent über zwölf Zielproteine und eine bis zu zehnfach bessere Affinität bei drei Zielen wurden innerhalb des vom Unternehmen beschriebenen Projekts im Labor bestätigt; eine unabhängige begutachtete Demonstration ist das noch nicht. Die Systemkarte räumt zudem ein, dass Mythos beim gesamten Fehlverhalten etwas schlechter als Claude Opus 5, aber besser als Mythos 5 abschneidet.

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